Wie alles begann

Wie schon eingangs beschrieben, sind die Dorf-Arbeitsgemeinschaft Münkeboe (Dorf ArGe), in der alle Vereine und Einrichtungen unseres Dorfes vertreten sind, und der Mühlenverein Träger unseres Dörpmuseums. Doch zunächst dachte noch niemand an ein Museum, sondern es galt, die Mühle in Münkeboe zu erhalten. Die war in den 1960-er Jahren durch einen Sturm stark beschädigt und folglich nicht mehr funktionsfähig. Deshalb sollte sie das Schicksal vieler alter Windmühlen teilen und kurzerhand abgerissen werden. Das aber sollte hier auf keinen Fall passieren. Einige Leute waren sich einig, der Abbruch musste verhindert werden. Es wurde mit dem Eigentümer der Mühle, Eilert Fleetjer, verhandelt und 1980 dann der Verein zur Erhaltung der Windmühle in Münkeboe gegründet. Um Gelder für die Sanierung zu bekommen, veranstalteten die etwa 180 Mitglieder Haussammlungen; alles von Altpapier bis zu Kleidern wurde akribisch zusammengelesen und verkauft.                                                        So konnte dann schon 1982 die ehrenamtliche Restaurierung der Mühle beginnen. Bereits fünf Jahre später stand die feierliche Einweihung des nun wieder schönen Schmuckstücks an

Da in den Vereinsstatuten steht, dass auch alte Gerätschaften und Handwerkszeug gesammelt und ausgestellt werden sollen, war im Lauf der Zeit allerhand Material zusammengekommen, sodass der Platz in der Mühle zu eng wurde. Dank der Gemeinde Südbrookmerland und dem Fußballverein VFB (Verein für Ballsport) Münkeboe wurde der Sportplatz verlegt, wodurch Platz für den Aufbau des Dörpmuseums entstand. Am 20. Juni 1992 fand die offizielle Eröffnung statt und die Grundzüge des heutigen Museumsdorfes konnten besichtigt werden. Die Schmiede, Bäckerei, Kolonialwarenladen, Schule, Stellmacherei und das Sägewerk stammen aus der Region, wo die Gebäude mitsamt Gerätschaften Stein für Stein abgebaut und im Museum originalgetreu wieder aufgebaut wurden.